Die Verhandlungen gehen weiter
Die im September 1984 in New York stattfindenden Verhandlungen schienen einen neuen Ansatz zur Lösung des Zypernkonfliktes zu geben – der türkisch-zypriotische Verhandlungsführer Denktas erklärte sich bereit, die vorgeschlagenen Punkte zu akzeptieren, die interne biozonale und förderale politische Strukturierungen, die Abtretung von Gebieten an die griechische Seite und einen Teilabzug der türkischen Truppen beinhaltete. (weiterlesen…)
Die Teilung der Insel
1974 wurde als Reaktion auf einen Militärputsch gegen den Präsidenten Erzbischof Makarios III der Nordteil der Insel von der Türkei besetzt, am 15. November 1983 die “Türkische Republik Nordzypern” ausgerufen, die allerdings nur von der Türkei anerkannt ist.
Die zweite militärische Eskalation
Der Vorschlag einer Verfassungsänderung durch Präsident Makarios im November 1963 schaffte die politisch angespannte Lage, in der ein Konflikt zwischen griechisch-zypriotischen Polizisten und Zyperntürken in einen zweiten Bürgerkrieg mündete, in dessen Verlauf mehr als 1200 Menschen starben – die meisten von ihnen Zyperntürken.
Die Unabhängigkeit Zyperns
Die “Zürcher und Londoner Verträge“, die eine Unabhängigkeit Zyperns festlegen sollte, wurden jedoch ohne direkte Beteiligung der Zyprioten an der Ausarbeitung der Verfassung geschlossen. Als die Kolonialmacht Großbritannien am 16. August 1960 die Insel in die Unabhängigkeit entließ, hinterließen sie ein gespaltenes Land, in dem auch die Verfassung mit ethnischen Sonderregelungen dazu führte, dass sich die Bevölkerung weiterhin wie Griechen oder Türken, aber nicht wie Zyprioten fühlte. Der Konflikt war damit keineswegs beendet.
Zypern als britische Kolonie
Der Zypern-Konflikt wird zwischen den türkischsprachigen und größeren griechisch-sprachigen Bevölkerungsgruppen auf der Insel ausgetragen. Die Folge der Streitigkeiten war eine Teilung Zyperns in einen von türkischen Truppen besetzten Nordteil (Türkische Republik Nordzypern) und einen griechischen Südteil (Republik Zypern).