Die Unabhängigkeit Zyperns
Die “Zürcher und Londoner Verträge“, die eine Unabhängigkeit Zyperns festlegen sollte, wurden jedoch ohne direkte Beteiligung der Zyprioten an der Ausarbeitung der Verfassung geschlossen. Als die Kolonialmacht Großbritannien am 16. August 1960 die Insel in die Unabhängigkeit entließ, hinterließen sie ein gespaltenes Land, in dem auch die Verfassung mit ethnischen Sonderregelungen dazu führte, dass sich die Bevölkerung weiterhin wie Griechen oder Türken, aber nicht wie Zyprioten fühlte. Der Konflikt war damit keineswegs beendet.
Zypern als britische Kolonie
Der Zypern-Konflikt wird zwischen den türkischsprachigen und größeren griechisch-sprachigen Bevölkerungsgruppen auf der Insel ausgetragen. Die Folge der Streitigkeiten war eine Teilung Zyperns in einen von türkischen Truppen besetzten Nordteil (Türkische Republik Nordzypern) und einen griechischen Südteil (Republik Zypern).