Die Verhandlungen gehen weiter
Die im September 1984 in New York stattfindenden Verhandlungen schienen einen neuen Ansatz zur Lösung des Zypernkonfliktes zu geben – der türkisch-zypriotische Verhandlungsführer Denktas erklärte sich bereit, die vorgeschlagenen Punkte zu akzeptieren, die interne biozonale und förderale politische Strukturierungen, die Abtretung von Gebieten an die griechische Seite und einen Teilabzug der türkischen Truppen beinhaltete.
Provokantes Zögern
Der Vertreter der griechisch-zypriotischen Seite Kyprianu zögerte, da kein kompletter Truppenabzug verlangt wurde.
Dieses Zögern fand nicht nur Kritik bei vielen Zyperngriechen, sondern vor allem bei den Zyperntürken, die es als Ablehnung werteten. Weitere Verhandlungen und Vorschläge, auch unter Beteiligung des neuen Präsidenten Zyperns Vassilio, blieben aus unterschiedlichen Gründen ohne Erfolg, obwohl die UN im Januar 1989 Rahmenbedingungen für die föderative Republik Zypern und eine Lösung des Konfliktes vorschlug. Obschon diese Vorschläge beiden Parteien sowohl Zugeständnisse machten als auch ein Umdenken von ihnen forderte, wurden sie nicht angenommen, diesmal aufgrund der Weigerung Denktas, den neuen Grenzverlauf der beiden Gebiete zu akzeptieren.
Scheiternde Verhandlungen
Der nächste Schritt war gewissermaßen ein Rückschritt in den Erwartungen der UN – statt einer endgültigen Lösung galt es nun, erst einmal eine vertrauensvolle gemeinsame Position zu schaffen. Dies sollte durch eine Reduzierung des Militärapartes auf beiden Seiten, Expertengespräche zwischen den Parteien und andere Kooperationsprojekte geschehen. Auch diese scheiterten letztlich an der Haltung der griechisch-zypriotischen Regierung und ihres neuen Präsidenten Klerides, die eine schleichende Anerkennung des Nordens und einseitige Absprachen mit den dortigen Machthabern unterstellte.